Wallerköder

Waller Boilies

13 Dec, 2023

Waller Boilies

Waller Boilies - diese beiden Begriffe scheinen auf den ersten Blick überhaupt keinen direkten Bezug zueinander zu haben. Doch der erste Eindruck täuscht, denn mittlerweile ist es durchaus möglich Waller auf Boilies zu fangen. Und das gezielt! Aber wie kommt ein Raubfisch wie der Wels dazu, sich nach kleinen Teigkugeln umzusehen und was genau muss der Angler dabei beachten, um so effektiv wie möglich zu agieren? Genau diesen Fragen haben wir uns angenommen und im Folgenden einige der wichtigsten Antworten für euch aufgelistet.

Waller Boilies - warum macht es Sinn?

Waller BoiliesDie Gesetze in Deutschland kommen dem Wallerangeln in der Regel nicht wirklich weit entgegen. Das Verbot von lebenden Köderfischen macht es dem Angler schwer einen gleichwertigen und vor allem legalen Ersatz zu finden. Neben den üblichen Alternativen wie Tauwurm, Calamaris und dem toten Köderfisch erscheint der Boilie irgendwie unpassend. Dennoch ist es so, dass in den letzten Jahren viele Angler ihre gefangenen Waller Boilies zu verdanken haben. Aber wie kommt es dazu? Der Ursprung der Welsfänge auf die Kugelköder liegt in der Karpfenangelei und dem Anfüttern, was mit dieser Art des Fischfangs in enger Verbindung steht. Gerade in Gewässern, die unter hohem Befischungsdruck durch Karpfenangler stehen, landen im Jahresverlauf viele Zentner Boilies. Nicht nur die Karpfen gewöhnen sich an diese Nahrungsquelle. Auch ein Allesfresser wie der Wels lernt diese leichte Beute durch den ständigen Futter-Eintrag, zu schätzen. Immerhin fällt die Kosten-Nutzen-Rechnung hier deutlich positiver für den Waller aus, als bei der Ernährung durch Beutefische. Diese müssen nämlich zunächst noch gejagt und gefangen werden, was einen vergleichsweise hohen Energieaufwand für den Raubfisch bedeutet. Bei den Boilies ist das anders. Sie liegen auf dem Gewässergrund und müssen vom Waller nur aufgesammelt werden. Der Beschaffungsaufwand ist deshalb sehr gering. Gleichzeitig bringt ihm jedoch jede Kugel einen hohen Energieeintrag. Und genau deshalb lieben Waller Boilies.

Waller Boilies - welche Gewässer kommen dafür in Frage?

Wer dem Waller Boilies erfolgreich servieren und ihn damit fangen möchte, dem gelingt das am besten dort, wo der Waller bereits an die Boilies gewöhnt ist. Man sucht sich also am besten ein Gewässer, in dem ein passabler Welsbestand vorhanden ist und gleichzeitig durch Karpfenangler viel mit Boilies angefüttert wird. Hat man einen solchen See oder Flussabschnitt gefunden, stellen sich recht schnell Erfolge ein.

Waller Boilies - welche Plätze versprechen Erfolg?

Wenn man dem Waller Boilies so anbieten möchte, dass er sie recht schnell findet, sollte man auf die Spots des Gewässers zurückgreifen, an denen die meisten Teigkugeln durch Karpfenangler eingebracht werden. In der Regel sind dies strukturreiche Stellen, die sich auf den Zugrouten der Karpfen befinden. Kanten, Plateaus und Vertiefungen zählen dazu. Alternativ kann man dem Waller Boilies auch direkt an seinem Standplatz präsentieren. Das heißt, direkt in tiefen Rinnen, Gumpen oder direkt vorm Totholz. Wer ganz sicher gehen will, dass er am Aufenthaltsort der Welse füttert, der sollte den Platz vorher mit dem Echolot und dem Wallerholz scannen. Stellen sich nach einigen Klopftönen Echos ein, weiß man, dass man die richtige Stelle gefunden hat.

Waller Boilies - wie sieht die Montage aus?

Um dem Waller Boilies sauber anzubieten, greift man in der Regel auf Montagen zurück, die einer gängigen Karpfenmontage sehr ähneln. Festblei, Vorfach, Einzelhaken mit Haar - mehr braucht es für das Wallerangeln mit Teigkugeln nicht. Selbstredend sollten die einzelnen Komponenten für die extremen Anforderungen, die ein Welsdrill stellen kann, ausgelegt sein. Passende Wallermontagen findet ihr hier: Wallermontage

Waller Boilies - welche Fische sind zu erwarten?

Wer sich am Thema "Waller Boilies" versucht, der darf zu jeder Zeit mit sämtlichen Fischgrößen rechnen. Vom Nachwuchs-Wels bis hin zum prächtig abgewachsenen Exemplar interessiert sich nämlich jeder für die leicht zu erreichenden Happen. Oftmals packen die kleinen Welse schneller beherzt zu und tappen dadurch schneller in die Falle. Dennoch sollte man nicht verachten, dass große Waller Boilies für ihren genialen Kosten-Nutzen-Faktor schätzen. Ertönt beim Welsangeln mit Boilies der Bissanzeiger, sollte man also immer mit allem rechnen.

Waller Boilies - welche Besonderheiten sind zu beachten?

Das Anfüttern in rauen Mengen bedeutet immer einen extremen, unnatürlichen Nährstoff-Eintrag für das betroffene Gewässer. Dieser erhöhte Nährstoffeintrag kann negative Folgen für das Gewässer nach sich ziehen. Mögliche Konsequenzen unachtsamen Fütterns sind beispielsweise eine Verschlechterung der Wasserqualität, oder ein dichter Krautbewuchs, der es dem Angler nahezu unmöglich macht sein Hobby noch zielgerichtet umzusetzen. Wer also seinem Freund dem Waller Boilies auftischen möchte, sollte darauf achten, es mit dem Beifüttern nicht zu übertreiben. Einige Leser werden jetzt sagen, dass das Futter ja verschwindet, wenn es gefressen wird. Allerdings ist es leider so, dass ein Teil der Nährstoffe über die Ausscheidungen der Fische wieder zurück ins Gewässer gelangt und deshalb nie komplett verschwindet. Die Menge wird größer und die negativen Folge-Erscheinungen mehren sich.